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wir fördern seelische Gesundheit

Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V.

Dr. Wilhelm Oelenberg verstorben

Der Förderverein trauert um seinen Ehrenvorsitzenden

Am 09.07.2024 ist der ehemalige Leitende Arzt der Christophorus-Klinik am Schloßgarten und Ehrenvorsitzende unseres Vereins, Dr. Wilhelm Oelenberg, verstorben. Er war nicht nur eine überaus engagierte und prägende Persönlichkeit in der psychiatrischen Landschaft des Kreises Coesfeld, sondern hat auch unseren Verein seit dessen Anfängen als verlässlicher und fachkundiger Ratgeber lange Jahre begleitet. In verschiedenen Vorstandsfunktionen war er für den Verein tätig. Als Referent und Diskussionspartner hat er an zahlreichen Veranstaltungen mitgewirkt. So manche Tür hat er für uns geöffnet und dafür gesorgt, dass sie offenblieb.
 
Nachdem die Stift Tilbeck GmbH Anfang der 1990er Jahre im Rahmen des nordrhein-westfälischen Krankenhausplanes im Kreis Coesfeld die Pflicht- und Regelversorgung für Erwachsene mit psychischen Erkrankungen übernommen hatte, ließ er keinen Zweifel daran, dass die Verzahnung der Klinik mit anderen Hilfen eine wichtige Voraussetzung dafür ist, die Situation Betroffener zu verbessern. Vor diesem Hintergrund wurde 1994 unser Verein gegründet. Wir haben eine gemeinsame Geschichte.
 
Er konnte mit Leuten, wie der Westfale sagt. Wir haben ihn als kompetent und meinungsstark, stets den Menschen freundlich und humorvoll zugewandt erlebt, und mit Bodenhaftung. Eine Autorität. Man konnte mit ihm ebenso über Sozialpsychiatrie – in dieser Tradition sah er sich durchaus – diskutieren, wie über Fußball, dem er mit seinem Lieblingsverein, dem VfL Bochum, besonders verbunden war.
 
In Dankbarkeit und Respekt gedenken wir unseres hochverehrten Ehrenvorsitzenden, eines außergewöhnlichen Menschen und Arztes, der eine bleibende Lücke in unserem Verein hinterlässt. Er hat sehr viel mehr beigetragen, als wir erhoffen durften.
 
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm persönlich eng verbunden waren.

„Behutsame Offenheit, verständnisvolles Begegnen und hilfreiche Unterstützung stärken die immer vorhandenen Eigenkräfte der von einer seelischen Erkrankung Betroffenen und deren Angehörige. In diesen Ansätzen gründet sich das Selbstverständnis des Fördervereins.“ Dr. Wilhelm Oelenberg anlässlich des 10-jährigen Bestehens unseres Vereins im Jahr 2004

ermäßigter MHFA Ersthelfer-Kurs für Mitglieder

Mental Health First Aid (MHFA) Ersthelferkurse vermitteln Laien Grundkenntnisse über psychische Gesundheitsprobleme und die Möglichkeiten, gezielte Ersthelfergespräche mit Betroffenen aus dem persönlichen Nahbereich (Familie, Nachbarschaft, Freundeskreis, Kolleg:innen-Kreis, etc.) zu führen.

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Tage der seelischen Gesundheit 2024

Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz

Powered by ConPresso Arbeit ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, der für Wohlbefinden und psychische Gesundheit durch das Erleben von persönlicher Produktivität, Kreativität und Selbstverwirklichung einen wichtigen Pfeiler darstellt. Doch die Arbeit kann auch bei der Entstehung psychischer Probleme und Störungen eine Rolle spielen. Die Auswirkungen von Arbeit auf die Psyche der Beschäftigten sind ein Thema, das aktuell in der medialen Öffentlichkeit wie in der Fachwelt intensiv und kontrovers diskutiert wird. Wissenschaftliche Studien und theoretische Ansätze zeigen seit Jahren den Zusammenhang zwischen Arbeit und der psychischen Gesundheit auf. Ob Depression, Angststörung oder Burn-out: Der Arbeitsplatz kann eine Quelle für seelische Erkrankungen, etwa durch Stress und Überlastung, sein. Die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu schützen ist daher wichtig – für die oder den Einzelnen, für Unternehmen und auch für die Gesellschaft. Einen bedeutsamen Beitrag kann zum Beispiel das betriebliche Gesundheitsmanagement leisten, etwa durch Stressmanagement, psychosoziale oder auch Sport- und Bewegungsangebote. Solche Präventionsangebote sichtbar zu machen und sowohl Arbeitnehmende als auch Arbeitgebende für die psychische Gesundheit in der Arbeitswelt zu sensibilisieren – das sind die Anliegen unserer diesjährigen Tage der Seelischen Gesundheit unter dem Motto „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz”.

In diesem Jahr dürfen wir das 30-jährige Bestehen unseres Fördervereins feiern, und viele von Ihnen haben die Entwicklung des Vereins von Anfang an miterlebt und mit begleitet. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! In all den Jahren haben wir als Förderverein viele kleine und große Schritte gemacht und im Laufe der Zeit viele Projekte im Kreis Coesfeld angestoßen. In unserer Gesellschaft werden emotionale und seelische Nöte leider nach wie vor allzu oft tabuisiert und Betroffenen als Schwäche ausgelegt. Diese fühlen sich dadurch unverstanden und ausgegrenzt, was sich negativ auf Präventions- und Heilungsmaßnahmen auswirkt. Wir werden auch weiterhin auf das vielfältige psychosoziale Hilfsangebot im Kreis aufmerksam machen sowie zum gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung aufrufen!

Sie sind herzlich eingeladen zu unseren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr mit vielen interessanten Begegnungen, Anregungen und lebhaften Diskussionen.

Dipl.-Psych. Valentin Merschhemke
Vorsitzender

Aktueller Flyer zu den Tagen der seelischen Gesundheit

Gemeinsam gut aufgestellt

Unser Verein fördert die seelische Gesundheit im Kreis Coesfeld. Zugegeben, der Vereinsname bedarf einer Erläuterung: Uns ist es wichtig, dass Menschen mit psychischen Problemen und ihre Angehörigen die Hilfen bekommen können, die für die Überwindung von Krisen und Erkrankungen erforderlich sind. Auch im Falle einer dauerhaften psychischen Behinderung soll eine Entlastung möglich sein. In diesem Sinne fördern wir Dienstleistungen und Hilfeleistende. Unser größtes Pfund sind die zahlreichen Mitglieder und Unterstützenden des Vereins, zu denen Menschen aus vielen verschiedenen Lebens- und Aufgabenbereichen im Kreis Coesfeld zählen. Ebenso sind Organisationen Mitglied. Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass hier für diese Ziele eine besondere Basis entstanden ist. Betroffene, Angehörige, Hilfeanbietende, Städte und Gemeinden, der Kreis Coesfeld, politisch Verantwortliche und andere bringen gemeinsam etwas voran. Das entspricht voll und ganz unserem Verständnis von einer gemeindenahen Psychiatrie.

Seit der Gründung des Fördervereins haben wir vieles unterstützen können, zum Beispiel Betreutes Wohnen, Beratungsangebote, Gesprächsgruppen, Ferienfreizeiten, ein Theaterprojekt, eine Laienhilfekampagne und Fachtagungen. Regelmäßig informieren wir kreisweit in Vorträgen, Diskussionsrunden, an Infoständen, in Presseberichten und mit Info-Material über psychische Erkrankungen und Möglichkeiten der Hilfe. Die Tage der "Seelischen Gesundheit" sind weithin bekannt.

Im Jahr 2015 haben wir erstmals und mit sehr guter Resonanz eine Fortbildungsreihe zum Thema "Systemsprengern anders begegnen" angeboten. Die Zahl der Menschen, die wegen einer psychischen Störung Hilfe suchen, wächst seit Jahren stetig. Damit werden auch die Herausforderungen für uns nicht geringer. Wir laden herzlich dazu ein, sich dem Förderverein anzuschließen.