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wir fördern seelische Gesundheit

Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V.

Seelische Gesundheit im neuen Haus der Caritas in Dülmen

Gemeinnütziger Verein begrüßt neue Begegnungs- und Tagungsstätte / Sozialraumorientierung

Kreis Coesfeld. Aus dem Staunen kam der 18-köpfige Vorstand des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld nicht heraus: Bei ihrer Tagung im neuen Haus der Caritas an der Ostlandwehr in Dülmen erfuhren sie von Hagen Freund, Fachbereichsleiter „Sucht &Psychiatrie“, sowie der Teamleiterin für „Ambulant Begleitetes Wohnen“ Barbara Grebing, dass sich im neuen Haus an der Ostlandwehr der Lebensmittelpunkt und Wohnraum mit sieben Apartments für Menschen mit einer psychischen Erkrankung und / oder einer Suchterkrankung befindet. 

Dort ist nun auch eine Tagesstätte als teilstationäres Angebot für chronisch erkrankte Menschen, ferner eine Kontakt- & Beratungsstelle - als ein Angebot zum Abschalten, Durchatmen und Kraft tanken - sowie Büroräume für die Fachdienste Ambulant Begleitetes Wohnen. Kernpunkt ist aber für alle Bürger, vor allem des Quartiers in Dülmen, eine einladende Begegnungsstätte. Für den Caritasverband für den Kreis Coesfeld sei diese Sozialraumorientierung ein Fachkonzept, das zum Ziel habe, Arrangements zu schaffen, in denen Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen unter gezielter professioneller und freiwilliger Unterstützung möglichst aus eigener Kraft ihr Leben gestalten können.

„Seelische Belastungen und psychische Erkrankungen können die Gestaltung des alltäglichen Lebens einschränken“, so resümierte Valentin Merschhemke als Vorsitzender des kreisweiten gemeinnützigen Vereins. Von daher seien die genannten Angebote des Caritasverbandes für die Betroffenen eine oft lebenswichtige Hilfe. Ehrenvorsitzender Dr. Wilhelm Oelenberg, früherer langjähriger Leiter der Klinik am Schlossgarten Dülmen für Psychiatrie und Psychotherapie, würdigte die Aktivitäten des Vereins – auch die erfolgreichen Tage der seelischen Gesundheit, die kürzlich in Billerbeck, Dülmen und Lüdinghausen stattfanden. Es geht hier stets um Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Infostände und Kulturveranstaltungen. Die weiteren Aktivitäten sollen nun im Rahmen einer Klausurtagung festgelegt werden.

Ein Modell für Hilfen von Menschen mit psychischen Problemen sei das neue Haus der Caritas an der Ostlandwehr in Dülmen, so der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis – hier v.l. Valentin Merschhemke, Hagen Freund, Barbara Grebing, Anja Maaß und Dr. Wilhelm Oelenberg

Gemeinsam gut aufgestellt

Unser Verein fördert die seelische Gesundheit im Kreis Coesfeld. Zugegeben, der Vereinsname bedarf einer Erläuterung: Uns ist es wichtig, dass Menschen mit psychischen Problemen und ihre Angehörigen die Hilfen bekommen können, die für die Überwindung von Krisen und Erkrankungen erforderlich sind. Auch im Falle einer dauerhaften psychischen Behinderung soll eine Entlastung möglich sein. In diesem Sinne fördern wir Dienstleistungen und Hilfeleister. Unser größtes Pfund sind die zahlreichen Mitglieder und Unterstützer des Vereins, zu denen Menschen aus vielen verschiedenen Lebens- und Aufgabenbereichen im Kreis Coesfeld zählen. Ebenso sind Organisationen Mitglied. Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass hier für diese Ziele eine besondere Basis entstanden ist. Betroffene, Angehörige, Hilfeanbieter, Städte und Gemeinden, der Kreis Coesfeld, politisch Verantwortliche und andere bringen gemeinsam etwas voran. Das entspricht voll und ganz unserem Verständnis von einer gemeindenahen Psychiatrie.

In den nun 25 Jahren seit der Gründung des Fördervereins haben wir vieles unterstützen können, zum Beispiel Betreutes Wohnen, Beratungsangebote, Gesprächsgruppen, Ferienfreizeiten, ein Theaterprojekt, eine Laienhilfekampagne und Fachtagungen. Regelmäßig informieren wir kreisweit in Vorträgen, Diskussionsrunden, an Infoständen, in Presseberichten und mit Info-Material über psychische Erkrankungen und Möglichkeiten der Hilfe. Die Tage der "Seelischen Gesundheit" sind weithin bekannt.

Im Jahr 2015 haben wir erstmals und mit sehr guter Resonanz eine Fortbildungsreihe zum Thema "Systemsprengern anders begegnen" angeboten. Die Reihe wurde im Jahr 2017 und im Jahr 2019 wiederholt. Fortsetzungen zu diesem Thema und anderen Schwerpunkten sind fest eingeplant.

Die Zahl der Menschen, die wegen einer psychischen Störung Hilfe suchen, wächst seit Jahren stetig. Damit werden auch die Herausforderungen für uns nicht geringer. Wir laden herzlich dazu ein, sich dem Förderverein anzuschließen.