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Presse

27. September 2017

Wie man gesund und glücklich alt werden kann - Vortrag von Dr. Johannes Albers in Nottuln zum Abschluss der Tage der seelischen Gesundheit

27.09.2017/Kreis Coesfeld. Mit einem Vortrag des Neurologen Dr. Johannes Albers gehen am Freitag, dem 29.09.17, die diesjährigen Tage der seelischen Gesundheit zu Ende. „Alt werden ist in! Die tollsten Menschen tun es. Wie man gesund und glücklich alt werden kann“ lautet der Titel seines Beitrages, der um 19.00 Uhr in den Christophorus-Kliniken, Standort Nottuln, Hagenstraße 35, beginnen wird. 

„Alle Menschen möchten alt werden, aber niemand möchte `alt´ sein“, so Dr. Albers vorab. „Warum gelingt es den einen glücklich alt zu werden, den anderen aber weniger gut? Welche Faktoren sind förderlich für gesundes Altern,  wie können wir selbst dazu beitragen, glücklich alt zu werden?“

Dr. Albers ist in der in Nottuln angesiedelten Gerontopsychiatrischen  Abteilung der Klinik am Schlossgarten Dülmen GmbH tätig.

Auch bei dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei und eine Voranmeldung nicht erforderlich.

Eine Woche lang hat der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. dann kreisweit Informationen zum Schwerpunktthema „Risiko Leben – Lebensrisiken für die seelische Gesundheit angeboten“.  Weitere Informationen zum Verein und zu den Aktionstagen sind abrufbar unter www.seege-coe.de .

Foto: Herr Dr. Johannes Albers spricht in Nottuln
Foto: Herr Dr. Johannes Albers spricht in Nottuln

 

Der Vorsitzende des Fördervereins, Valentin Merschhemke, mit Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Yvonne Schulz-Sicking (Frauen- und Kinderschutzhaus Dülmen), Ruth Meyerink (Stift Tilbeck GmbH), Vanessa Meis (Rollstuhlaktivistin) und Miriam Harosh-Pätsch ( Frauen e.V. Coesfeld / Dülmen). Zu der Diskussionsrunde wird noch Petra Stahr-Hitz hinzustoßen (Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW; Aufnahme: Kreis Coesfeld, Paul Kiffmeyer)
Der Vorsitzende des Fördervereins, Valentin Merschhemke, mit Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Yvonne Schulz-Sicking (Frauen- und Kinderschutzhaus Dülmen), Ruth Meyerink (Stift Tilbeck GmbH), Vanessa Meis (Rollstuhlaktivistin) und Miriam Harosh-Pätsch ( Frauen e.V. Coesfeld / Dülmen). Zu der Diskussionsrunde wird noch Petra Stahr-Hitz hinzustoßen (Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW; Aufnahme: Kreis Coesfeld, Paul Kiffmeyer)


11. September 2017


Risiko Leben

Tage der seelischen Gesundheit im Kreis Coesfeld in der letzten Septemberwoche

Kreis Coesfeld. Die Erfahrung, dass das Leben Risiken bereithält, die eine erhebliche Belastung für die seelische Gesundheit sein können, kennt jeder. Einsamkeit, Überlastung, einschneidende Lebensereignisse, fehlende soziale Integration, Konflikte und körperliche Einschränkungen sind Beispiele dafür. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn dadurch die Psyche derart in Schieflage gerät, dass mit eigenen Mitteln kein Land in Sicht kommt? Ganz unterschiedliche Antworten auf diese Frage geben die diesjährigen „Tage der seelischen Gesundheit", die am 25. September 2017 mit einem Vortragsabend in Senden beginnen. Das Schwerpunktthema der insgesamt fünf Veranstaltungen lautet diesmal: „Risiko Leben - Lebensrisiken für die seelische Gesundheit".

Sind Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen schlechter dran als Männer in ähnlichen Lebenssituationen? Welche Chancen haben betroffene Frauen, um eine missliche Lage zu verändern? Derlei Fragen wird eine Expertinnenrunde gemeinsam mit Gästen im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend (26. September 2017) in Coesfeld auf den Grund gehen.

Während der vom Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. wie immer in der letzten Septemberwoche organisierten Informationstage werden an einem Info-Stand in Dülmen, während eines Workshops in Lüdinghausen für Helfende sowie in Vorträgen in Dülmen, Nottuln und Senden und eben bei der Podiumsdiskussion in Coesfeld Lebensrisiken für die seelische Gesundheit die Hauptrolle spielen. „Die Probleme und Situationen klar zu benennen, ist wichtig", so Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Fördervereins, „wir wollen aber vor allem den Blick nach vorne richten und Ansätze für eine bessere Zukunft aufzeigen."

Alle Veranstaltungen können ohne Eintrittsgebühr besucht werden. Lediglich für den Workshop „Hilfe für Helfer - Mit Freude neue Energie tanken" ist bis zum 21. September 2017 unter info@seege-coe.de eine Voranmeldung erforderlich. Und das ist neu: Alle Veranstaltungen beginnen diesmal bereits um 19:00 Uhr! Das Faltblatt mit dem Programm liegt an zahlreichen Stellen aus und kann auf der Homepage des Vereins unter www.seege-coe.de abgerufen werden.



Haben gemeinsam die Fortbildungsreihe „Systemsprengern anders begegnen" auf die Beine gestellt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dieter Seifert, Valentin Merschhemke, Dr.  Johanna Schulte Wermlinghoff, Dr. Wilhelm Oelenberg, Andrea Schmäing, Heinrich Bolle, Arno Fuhrmann. Auf dem Bild fehlen mit Martin Althoff und Dr. Claus-Rüdiger Haas zwei der Referenten.


25. November 2016

Gut gelaufen: Tage der seelischen Gesundheit fanden viel Resonanz

„Systemsprenger"-Fortbildungsreihe startet Anfang 2017       

25.11.2016/Kreis Coesfeld. Eine positive Bilanz konnte der Vorstand des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. im Rückblick auf die diesjährigen Tage der seelischen Gesundheit während seiner jüngsten Sitzung ziehen. Durchweg gut besuchte Veranstaltungen in der letzten Septemberwoche zeigten, dass das Schwerpunktthema „Erlebtes als Seelenlast"  passend gesetzt war. 

 „Sehr hilfreich war unter anderem die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rosendahl und dem Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld", so Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Vereins. Die ins Programm aufgenommene Lesung und Fachtagung hätten wichtige Beiträge dazu geleistet, die so vielfältigen Ursachen und Folgen traumatischer Erlebnisse aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können.

 Zusammenarbeit ist auch das Stichwort für das nächste Vorhaben des Vereins. „Systemsprenger, Hilfeverweigerer, hoffnungslose Fälle? Wenn Helfende an Grenzen stoßen" lautete in 2014 das Schwerpunkthema der Tage der seelischen Gesundheit. Die seinerzeit angebotenen Veranstaltungen fanden ebenfalls ein großes Publikumsinteresse. „Wir haben gleich danach überlegt, wie wir mit diesem Thema weiter in die Tiefe kommen können, als dies in offenen Abendveranstaltungen möglich ist",  erläutert Merschhemke. Mit einer Fortbildungsreihe hilfeleistende Fachleute - und in diesem Sinne Multiplikatoren - anzusprechen, sei ein naheliegender Ansatz gewesen. Für eine dann vom Verein organisierte und in 2015 gestartete Fortbildungsreihe „Systemsprengern anders begegnen"  habe es deutlich mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze gegeben. Ab Februar 2017 geht es jetzt in die zweite Auflage.

 Das Fortbildungsangebot ist ausgerichtet auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit sogenannten „Systemsprengern" und anderen besonders konfrontativ agierenden Menschen mit schweren psychischen Beeinträchtigungen im direkten Kontakt stehen oder in leitenden Funktionen für diese Aufgaben Verantwortung tragen.  „Umschreibungen wie `Sogenannte Systemsprenger´ oder Systemsprenger in Anführungszeichen sind von uns bewusst eingesetzte Relativierungen, denn einerseits ist diese Bezeichnung geläufig, andererseits sind wir der Auffassung, dass es sich - auch mit Blick auf das Schwerpunkthema 2014 - dabei ganz und gar nicht um hoffnungslose Fälle handelt", betont Merschhemke.

 Möglich geworden ist das Fortbildungsangebot durch eine Zusammenarbeit des Vereins mit der LWL-Klink Marl-Sinsen, der Alexianer Martinistift GmbH, der Klinik am Schlossgarten Dülmen GmbH / den Christophorus-Kliniken Coesfeld-Dülmen- Nottuln, dem Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. sowie der Alexianer Christophorus Klinik. Der Kreis Coesfeld ist Mitglied des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. und unterstützt dessen Aktivitäten.


27.September 2016

„Schrecken ohne Ende?"

Dr. Oelenberg trägt zu den Folgen auch lang zurückliegender traumatisierender Erfahrungen vor

26.09.2016/Kreis Coesfeld. Abschlussveranstaltung der Tage der seelischen Gesundheit: Dr. Wilhelm Oelenberg trägt am kommenden Freitag (30. Juni 2016) um 20:00 Uhr in der Tagesklinik der Klinik am Schlossgarten in Dülmen (Mühlenweg 86) vor - und zeigt Wege aus den Folgen auch lang zurückliegender traumatisierender Erfahrungen auf.

„Außergewöhnlich belastende Ereignisse, wie etwa Terroranschläge, Amoklauf, schwere Unfälle, Naturkatastrophen und andere Gewalterfahrungen beherrschen in den letzten Wochen zunehmend mehr die Nachrichten und Medien", weist der Referent vorab auf Hintergründe seines Beitrages hin. „Bei Opfern und Zeugen dieser Erlebnisse können psychische Störungen, wie z.B. eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), aber auch andere psychiatrisch relevante Störungsbilder entstehen", so Dr. Oelenberg. Der Vortrag soll einen Überblick dazu verschaffen, welche psychischen Folgen ein traumatisches Ereignis haben kann und wie es Menschen gelingen kann, diese Erlebnisse zu verarbeiten und sie in ihr Leben zu integrieren. Dabei sollen auch aktuelle psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten für die Folgen traumatischer Erfahrungen vorgestellt werden.

Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der Leitender Arzt der Klinik am Schlossgarten und Ärztlicher Direktor der Christophorus-Kliniken ist, wird in seinem Vortrag besonders auf Menschen im höheren Lebensalter eingehen. Kriegserlebnisse - auch generationsübergreifend - können beispielsweise auch nach vielen Jahren noch Ursache für Hilfe erfordernde seelische Störungen sein. Auch bei Menschen mit einer demenziellen Erkrankung können aufgrund lang zurückliegender traumatischer Erfahrungen Erinnerungen wieder bedeutsam werden,  die zu erkennen und zu ergründen oft eine große Herausforderung bedeuten. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Die vom Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. organsierte Informationswoche zum diesjährigen Schwerpunktthema „Erlebtes als Seelenlast" endet damit. Weitere Infos zu den Tagen der seelischen Gesundheit finden sich unter: www.seeGe-coe.de

Foto: Dr. Wilhelm Oelenberg spricht in Dülmen.
Foto: Dr. Wilhelm Oelenberg spricht in Dülmen.


23.September 2016


Verwundete Seelenlandschaften

 

Tage der seelischen Gesundheit mit Anne Willing-Kertelge in Lüdinghausen

 

„An der Grenze des Ertragbaren reichen unsere gewöhnlichen Anpassungsleistungen nicht aus", gibt Anne Willing-Kertelge vorab Einblick in den Vortrag, den sie während der Tage der seelischen Gesundheit am kommenden Donnerstag (29. September 2016) im Pluspunkt Lüdinghausen des Sozialwerkes St. Georg (Ostwall 3) halten wird.

 

Wie wir traumatische Erfahrungen dennoch überleben und ins Leben zurückfinden können, berichteten Menschen seit Jahrtausenden. Die Seele suche Wege, auch mit tiefen Verwundungen und Zersplitterungen umzugehen. „Seit einigen Jahrzehnten forschen Betroffene und Fachleute im Rahmen der Psychotraumatologie und entwickeln unterstützende Verfahren, Menschen in einem Grenzland von Überleben und Leben hilfreich zur Seite zu stehen", so die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin weiter. In der Veranstaltung will sie mit grundlegenden Informationen und auch kleinen praktischen Übungen Mut machen, sich dem Thema zu nähern. Wichtige Fragen seien dabei: Wann spricht man von Trauma? Wie reagiert unser Organismus akut und auch längerfristig auf traumatischen Stress? Welche Unterstützung ist hilfreich und heilsam? Auf welche Weise können wir die eigenen Ressourcen stärken? Wie können wir mit bleibenden Erinnerungen und Vernarbungen umgehen? Mit welchen langfristigen, generationenübergreifenden Chancen und Herausforderungen können und sollten wir rechnen? Was können wir alle mit und von Überlebenskünstlern mit traumatischen Erfahrungen lernen?

 

Anne Willing-Kertelge ist Dipl.-Sozialpädagogin, Dipl.-Pädagogin sowie Kunst- und Kreativtherapeutin. Sie setzt sich seit über 25 Jahren mit dem Thema "Trauma und Traumafolgen" auseinander und ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD e.V.). Seit mehr als 30 Jahren praktiziert sie kontemplative und meditative Übungen in der Haltung der Achtsamkeit und verfügt über eine Weiterbildung in ganzheitlicher Exerzitiumsarbeit.

 

Der Eintritt ist frei, Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Beginn ist um 20:00 Uhr.

 


Foto: Traumaexpertin Anne Willing-Kertelge spricht in Lüdinghausen


23. September 2016


Traumata im Kindes- und Jugendalter


Start der Tage der seelischen Gesundheit mit Dr. Christopher Kirchhoff in Nottuln

 

Am kommenden Montag (26. September 2016) starten mit einem Vortrag von Dr. Christopher Kirchhoff in Nottuln zum Thema „Trauma bewältigen: Zwischen Verwundung, Wachstum und psychischen Folgestörungen" die Tage der seelischen Gesundheit. Veranstaltungsort ist das zu den Christophorus-Kliniken gehörende St.-Gerburgis-Hospital (Hagenstraße 35). Dass Kinder und Jugendliche dabei thematisch im Mittelpunkt stehen werden, scheint für eine Klinik mit geriatrischem Schwerpunkt ungewöhnlich. Da aber seelische Störungen im höheren Lebensalter ihren Ursprung in einer traumatisierenden Erfahrung in jungen Lebensjahren haben können, ist der Bogen gespannt.

 

„Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte haben ein neues Verständnis, einen anderen Umgang und auch neue Behandlungsverfahren im Umgang mit Traumata und Traumafolgestörungen hervorgebracht", so Dr. Kirchhoff vorab. Im Vortrag sollen sowohl die objektiven wie auch die subjektiven Folgen dargestellt werden und auf Möglichkeiten des Umgangs hiermit hingewiesen werden.

„Traumatische Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter können zum einen bei guter Widerstandsfähigkeit bewältigt werden oder zu Wachstum führen", erläutert Dr. Kirchhoff weiter, „andererseits kann es aber auch zu akuten, mittelfristigen oder auch verborgen langfristigen Folgeerscheinungen kommen". Im Vortrag werde er auf diese verschiedenen Auswirkungen eingehen, aber auch auf alltagspraktische und klinische Bewältigungsmöglichkeiten.

 

Dr. Kirchhoff ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin, Kinder- und Jugendmedizin und Chefarzt der Don Bosco Klinik in Münster, die zur Alexianer Münster GmbH gehört.

 

Alle Interessierten sind zu seinem Vortrag eingeladen. Beginn ist um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Eine Woche lang bietet der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. während der Tage der seelischen Gesundheit Informationen zum diesjährigen Schwerpunktthema an: „Erlebtes als Seelenlast - Hintergründe und Perspektiven".

Das Programm der Aktionstage und weitere Infos finden sich im Internet unter: www.seeGe-Coe.de

 

Foto: Dr. Christopher Kirchhoff spricht in Nottuln

 

10. September 2016

Erlebtes als Seelenlast

"Tage der seelischen Gesundheit" kreisweit vom 26. bis 30 September

Auch die Schicksale vieler Flüchtlinge haben ein Thema in den Vordergrund gerückt, das diesmal Schwerpunkt der Tage der seelischen Gesundheit sein wird: Erlebtes als Seelenlast. Schreckliche Kriegserlebnisse können ebenso wie andere Gewalterfahrungen, durchlittene Naturkatastrophen oder schwere Unfälle Traumata verursachen, die lange nachwirken und zu großen seelischen Belastungen führen.  In der letzten Septemberwoche wird es hierzu Veranstaltungen in Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Nottuln und Rosendahl geben. Bereits am Freitag zuvor (23. September 2016) informieren Fachleute vormittags an Info-Ständen auf dem Wochenmarkt in Dülmen sowie in der Fußgängerzone in Coesfeld über das Programm und Möglichkeiten der Hilfe im Falle einer psychischen Erkrankung.


 „In sehr unterschiedlichen Veranstaltungen wollen wir grundlegende Informationen und Tipps vermitteln, die Mut machen, sich dem Thema zu nähern", so Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V., der alljährlich diese Veranstaltungsreihe ausrichtet. „Der Kreis Coesfeld begrüßt diese Initiative sehr und unterstützt die Reihe nach Kräften", betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr bei der Vorstellung des Programms.

Zum Auftakt wird Dr. Christopher Kirchhoff Trauma und Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen. Am Tag darauf folgt eine von der Gemeinde Rosendahl im Rahmen der Kulturkarte angebotene Lesung mit Olav Meyer-Sievers. Der Rot-Kreuz-Mann hat in dem Buch „KRISENFEST - Stärke finden in seelischer Not" über seine Einsätze als Notfallhelfer in einem  Kriseninterventionsteam berichtet. Wichtige Punkte werden die Verarbeitung des Erlebten und die innere Vorbereitung auf derlei Belastungen sein. Auch die ganztägige Fachtagung am Mittwoch ist das Ergebnis einer Kooperation, denn hier hat sich der Förderverein mit dem „Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld" zusammengetan. Dieses seit 2001 bestehende Bündnis hat die Fachtagung „Kinder und häusliche Gewalt - Erkennen und Handeln" organsiert.

In Lüdinghausen wird die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Anne Willing-Kertelge darüber berichten, wie Menschen mit traumatischen Erfahrungen leben. Dr. Wilhelm Oelenberg, Ärztlicher Leiter der Klinik am Schlossgarten in Dülmen, wird zum Abschluss der Tage der seelischen Gesundheit auf die traumatischen Erlebnisse von Menschen im höheren Lebensalter eingehen. Beispielweise können Jahrzehnte zurückliegende Erlebnisse mit Krieg, Flucht oder Vertreibung in einem so belastenden Übermaß wieder präsent werden, dass Hilfe erforderlich wird.

Für die Teilnahmen an der Lesung (4,- EUR im Vorverkauf und 5,- an der Abendkasse) und der Fachtagung (30,- EUR) werden Gebühren erhoben. Alle übrigen Veranstaltungen können ohne Teilnahmebeitrag und ohne Voranmeldung besucht werden.

Der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. präsentiert sich in einem neuen Outfit und mit neuer Internetseite. Dabei wurde der Vereinsname zu www.seege-coe.de verschlankt. SeeGe steht für seelische Gesundheit. Auf der Vereinsseite sind weitere Informationen zum Programm der Tage der seelischen Gesundheit und zum Verein abrufbar.

08.09.2016/Kreis Coesfeld

Vorsitzender Valentin Merschhemke, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Paul Kiffmeyer vom Gesundheitsamt des Kreises (v.l.n.r.)


5 September 2016

Fachtagung Kinder und häusliche Gewalt

Wichtiger Termin in der Reihe „Tage der seelischen Gesundheit": Am Mittwoch, den 28. September 2016 findet ganztägig eine Fachveranstaltung zum Thema „Kinder und häusliche Gewalt - Erkennen und Handeln" im WBK in Coesfeld statt. Über Auswirkungen von Partnergewalt auf miterlebende Kinder wird der Leiter der Klinik Walstedde, Dr. Khalid Murafi, referieren. Marion Stening von der Kreispolizeibehörde Coesfeld sowie Elke Beck vom Jugendamt des Kreises berichten über die jeweiligen Handlungsinstrumentarien zum Schutz von Kindern. Und abschließend wird am Nachmittag Prof. Dr. Heidi Pfeiffer von der Gerichtsmedizin Münster die rechtsmedizinischen Aspekte bei Kindesmisshandlung und häuslicher Gewalt beleuchten.

Veranstalter ist der „Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld" in Kooperation mit dem Kreis Coesfeld, der Kreispolizeibehörde sowie dem Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. Die wissenschaftliche Leitung hat Dr. Florian Ternes vom Kreisgesundheitsamt inne. Die Zertifizierung als Fortbildung bei der Ärztekammer bzw. Psychotherapeutenkammer ist bewilligt bzw. beantragt.

Die Teilnahmegebühr inklusive Mittagessen und Tagungsgetränke beträgt 30 EUR. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Anmeldungen sind noch bis zum 09. September 2016 per Mail an rundertisch@kreis-coesfeld.de oder telefonisch unter 02541 / 18-9201 möglich. Die Zahl der Plätze ist jedoch begrenzt. Das vollständige Programm und weitere Infos sind unter www.rundertisch-kreis-coesfeld.de abrufbar.

02.09.2016/Kreis Coesfeld


9. August 2016

Förderverein mit vielen Neuerungen

Ab sofort auch eigene neue Homepage

Überarbeitetes Logo vorgestellt

Ab sofort präsentiert sich der Förderverein der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. mit einer neu konzipierten Internetpräsenz. Der Verein ist ab sofort erreichbar unter www.seeGe-coe.de. Mit wenigen Klicks erfahren die Besucher der Homepage alles Wissenswerte über die Vereinsziele, Kooperationspartner und aktuelle Informationen.

In Ascheberg präsentierten die Vorstandmitglieder rund um den Vorsitzenden Valentin Merschhemke (4. v.re.) das überarbeitete Logo des Fördervereins der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld.

Diese und weitere Neuerungen stellten jetzt die Vorstandsmitglieder auf der jüngsten Mitgliederversammlung des über 100 Mitglieder starken Fördervereins der Öffentlichkeit vor. Besonderes Echo fand das neue Vereinslogo. Mit der Überarbeitung des viele Jahre genutzten Logos, dem wiedererkennbaren und sympathischen Symbol des Strichmännchens mit weit geöffneten Armen, machte die Essener Agentur New Graphic Design um Diplom-Designerin Sabine Wiebelhaus das Rennen, um die Grafik des Fördervereins zu überarbeiten. Dies war nötig geworden, um das Erkennungszeichen für die Erfordernisse der digitalen Weiterverarbeitung nutzen zu können. Vorsitzender Valentin Merschhemke (Coesfeld) freute sich außerdem, den neuen Namen des Vereins vorzustellen: „Zukünftig wollen wir in der Öffentlichkeit den Namen „SeeGe" (= Wir fördern seelische Gesundheit.) nutzen, der sicherlich einprägsamer ist als die etwas sperrige Bezeichnung des Vereins." Die neue Wort-Bild-Marke wird auf allen repräsentativen Druckmarken, Briefpapieren, Präsentationen und im Internet zum Einsatz kommen.

Einstimmig wurde eine von Seiten des Finanzamts vorgegebene Satzungsänderung durch die Versammlung verabschiedet. Der formale, aber dennoch wichtige Akt konnte recht schnell behandelt werden. Auch das Thema der diesjährigen „Tage der seelischen Gesundheit" wurde vorgestellt: „Erlebtes als Seelenlast". Vom 26. bis 30 September werden in Vorträgen die Folgen Behandlungsmöglichkeiten von traumatischen Erlebnissen dargestellt. In Kooperation mit der Gemeinde Rosendahl wird in diesem Jahr am 27. September  eine Lesung zum Thema „Krisenfest - Stärke finden in seelischer Not" mit dem Hamburger Notfallhelfer Olav Meyer-Sievers durchgeführt. Auf Wochenmärkten in Coesfeld und Dülmen werden in der Woche vor den Tagen der seelischen Gesundheit Fachleute an Informationsständen zu psychischen Beeinträchtigungen und Möglichkeiten der Hilfe Auskunft geben.

Der Vereinsvorstand nutzte auch die Gelegenheit, sich über den Bauernhof Ascheberg zu informieren. Die Einrichtung ist eine Wohn-, Arbeits- und Begegnungsstätte für Menschen mit Lernbehinderung, geistiger Behinderung und besonderen sozialen und/ oder psychischen Schwierigkeiten des Sozialwerks St. Georg e. V.. Zu den vielschichtigen Arbeitsfeldern des Hofes zählen neben Ackerbau und Viehzucht der Verkauf hauseigener Produkte, die Pflege von Grünflächen der Gemeinde, ein Fahrradverleih und die Bewirtung von Gästen. „Das Angebot soll helfen, in eine real existierende Arbeitswelt eingebunden zu werden", so Einrichtungsleiterin Elisabeth Spörk.